Bogenausstattung

Zur Bogenausstattung gehören je nach Schießart unterschiedliche technische Erweiterungen am Bogen. Es gibt verschiedene Ausführungen von Pfeilauflagen, Zielhilfen, Klicker, Overdraws, Stabilisatoren für Wurfarme und Bogen. Für die Anbringung von Zusatzausstattung sind im Mittelteil eines dafür vorgesehenen Bogens Metallgewinde eingearbeitet.

Zur Bogenausstattung gehören auch Zusätze für die Bogensehne, wie Geräuschdämpfer, Kisserbuttons und Nockpunkthilfen (aus Metall oder „D-Loops“).

Die technische Bogenausstattung eines Sportbogens hat vor allem bei der olympischen Disziplin des Bogenschießens und beim Schießen mit dem Compoundbogen große Bedeutung. Im Gegensatz zum Traditionellen Bogenschießen, bei dem mit Blankbögen ohne jede Zusatzausstattung geschossen wird, gibt es für den "olympischen" Bogen und den Compoundbogen eine Vielfalt an Zusätzen, die am Bogen angebracht werden können.

Pfeilauflage

Als Pfeilauflage können beim Recurvebogen einfache Kunststoffpfeilauflagen, die im Bogenfenster aufgeklebt werden, oder hochwertige Metallpfeilauflagen, die am Bogenfenster verschraubt werden, dienen. Wenn ein Klicker oder Button verwendet wird, müssen Pfeilauflage, Klicker und Button aufeinander abgestimmt sein.

Der Overdraw ist eine spezielle Form der Pfeilauflage. Er verschiebt die Pfeilauflage in Richtung der Sehne. Damit können bei gleichem Auszug der Sehne kürzere und deshalb leichtere Pfeile geschossen werden, um eine geradlinigere Flugbahn zu erreichen.

Button

Der Button dient an der Pfeilauflage als gefederter Abstandshalter zwischen Pfeil und Bogen. Er wird ausschließlich bei Recurvebögen mit Metallmittelteil verwendet. Er ist ein mechanisches Bauteil, das in das Mittelteil eines Recurvebogens oder Blankbogens eingeschraubt wird. Wird ein Button verwendet, so ist immer auch eine Pfeilauflage zu verwenden. Der Button bestimmt dann die Lage des Pfeils auf der Pfeilauflage.

Verwendung des Button

Die primäre Aufgabe des Buttons ist es, die Steifigkeit des Pfeils auf den verwendeten Bogen und den Schießstil des Schützen anzupassen. Die sekundäre Aufgabe des Button ist, den Pfeil auf der Pfeilauflage vom Pfeilfenster zu distanzieren, damit der Pfeil dieses Teil des Mittelteils des Bogens nicht streift 

Bauweise

Grundsätzlich sind alle Button so aufgebaut, das mit einer Mutter die Einbautiefe des Buttons im Mittelteil bestimmt wird und damit wie weit der Stift des Buttons in das Bogenfenster ragt. Mit einer Schraube am Button selber wird dann die Federstärke reguliert.
Auf Grund der Tatsache das der Button bei jedem Abschuss belastet wird, unterliegt er einem Verschleiß. So wird durch den Kontakt mit dem Pfeil beim Abschuss der Stift des Button abgerieben bzw. die Feder des Buttons verliert an Spannkraft. Daher muss der Button, im Regelfall nur der Stift des Buttons und /oder die Feder des Buttons, regelmäßig ersetzt werden. Wird der Button bzw. Teile davon ersetzt, muss ein erneutes Feintuning vorgenommen werden.
Der Button ist ein gefederter seitlicher Anlagepunkt. Dadurch verlässt der Pfeil den Bogen schwingungsärmer, da die Feder das „harte“ Verlassen der Pfeilauflage abdämpft.

Klicker

Der Klicker ist eine mechanische Vorrichtung am Bogenfenster, der durch ein "Klick"-Geräusch signalisiert, dass die optimale Auszugslänge der Sehne für den Ablass des Pfeils erreicht ist. Der Klicker wird in dem Moment ausgelöst, in dem die Pfeilspitze während des Auszugs die mechanische Vorrichtung passiert. Mit Hilfe des Klickers wird eine konstante Auszugslänge erreicht und der Pfeil wird immer mit der gleichen Energie geschossen, was die Treffgenauigkeit auf den langen Schussdistanzen erhöht. 

Bogenständer

Der Bogen sollte nicht unbedingt im nassen Gras oder im Schmutz abgelegt werden müssen. Beim olympischen Bogen sind so viele Zubehörteile verbaut, dass sich der Recurve gar nicht mehr vernünftig ablegen lässt. Für WA-Schützen oder für Training in der Halle oder auf dem Schießplatz eignet sich ein Bogenständer für die Ablage des Bogens.

Spannschnur

Es gibt mehrere Methoden, die Sehne auf den Bogen aufzuspannen, einige sind spektakulär und andere materialschonend. Hier ist die Methode mit der Bogenspannschnur beschrieben. Diese hat den Vorteil, dass ein Bogenschützen sie alleine ausführen kann. Zudem schont diese Methode die Wurfarme, da diese beim Bespannen sonst leicht verdreht werden können. Werden Wurfarme verdreht, wird der Pfeil nicht mehr gerade nach vorne beschleunigt. In schlimmen Fällen springt die Sehne bei jedem Abschuss von den Wurfarmen. Das Bespannen des Bogens muss geradlinig und sauber durchgeführt werden. Die Methode mit der Bogenspannschur ist die geeignetste.

Die Bogenschlinge oder -schlaufe

In der Abwandlung die Fingerschlinge, ist für jeden Bogenschützen ein Muss. Der Bogen wird mit der Bogenhand nicht fest am Haltegriff umklammert, vielmehr drückt der Bogenschütze das Griffstück des Bogens mit geöffneter und entspannter Hand in den Raum zwischen Daumen und Zeigefinger.
Weil der Bogen beim Abschuss nicht fest umklammert wird, springt er im Idealfall gerade nach vorne aus der Bogenhand heraus und der Bogen führt seine eigene Schwingung durch. Dadurch erreicht man schnell das ideale Schussbild. Unbeeinflusst von der Bogenhand des Bogenschützen lässt sich das Bogenschießen identisch gestalten.
Damit der Bogen beim Bogenschießen nicht auf den Boden fällt, wird der Bogen locker mit einer Bogenschlinge oder einer Fingerschlinge mit dem Bogenarm des Bogenschützen verbunden.
Die Bogenschlinge ist für alle Bogentypen empfohlen: Der Recurvebogen, der Blankbogen, der Langbogen und auch der Compoundbogen sollen mit einer Bogenschlinge geschossen werden.

Quelle: Wikipedia

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.
John C. Williams: Lehrbuch des Bogensports. Weinmann, 2010, ISBN 978-3-87892050-2
Johann Krost: Bogenschiessen von 0 auf 1300. Selbstverlag, 2005, ISBN 978-3-00000024-9

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Bogenausstattung

Zur Bogenausstattung gehören je nach Schießart unterschiedliche technische Erweiterungen am Bogen. Es gibt verschiedene Ausführungen von Pfeilauflagen, Zielhilfen, Klicker, Overdraws, Stabilisatoren für Wurfarme und Bogen. Für die Anbringung von Zusatzausstattung sind im Mittelteil eines dafür vorgesehenen Bogens Metallgewinde eingearbeitet.

Zur Bogenausstattung gehören auch Zusätze für die Bogensehne, wie Geräuschdämpfer, Kisserbuttons und Nockpunkthilfen (aus Metall oder „D-Loops“).

Die technische Bogenausstattung eines Sportbogens hat vor allem bei der olympischen Disziplin des Bogenschießens und beim Schießen mit dem Compoundbogen große Bedeutung. Im Gegensatz zum Traditionellen Bogenschießen, bei dem mit Blankbögen ohne jede Zusatzausstattung geschossen wird, gibt es für den "olympischen" Bogen und den Compoundbogen eine Vielfalt an Zusätzen, die am Bogen angebracht werden können.

Pfeilauflage

Als Pfeilauflage können beim Recurvebogen einfache Kunststoffpfeilauflagen, die im Bogenfenster aufgeklebt werden, oder hochwertige Metallpfeilauflagen, die am Bogenfenster verschraubt werden, dienen. Wenn ein Klicker oder Button verwendet wird, müssen Pfeilauflage, Klicker und Button aufeinander abgestimmt sein.

Der Overdraw ist eine spezielle Form der Pfeilauflage. Er verschiebt die Pfeilauflage in Richtung der Sehne. Damit können bei gleichem Auszug der Sehne kürzere und deshalb leichtere Pfeile geschossen werden, um eine geradlinigere Flugbahn zu erreichen.

Button

Der Button dient an der Pfeilauflage als gefederter Abstandshalter zwischen Pfeil und Bogen. Er wird ausschließlich bei Recurvebögen mit Metallmittelteil verwendet. Er ist ein mechanisches Bauteil, das in das Mittelteil eines Recurvebogens oder Blankbogens eingeschraubt wird. Wird ein Button verwendet, so ist immer auch eine Pfeilauflage zu verwenden. Der Button bestimmt dann die Lage des Pfeils auf der Pfeilauflage.

Verwendung des Button

Die primäre Aufgabe des Buttons ist es, die Steifigkeit des Pfeils auf den verwendeten Bogen und den Schießstil des Schützen anzupassen. Die sekundäre Aufgabe des Button ist, den Pfeil auf der Pfeilauflage vom Pfeilfenster zu distanzieren, damit der Pfeil dieses Teil des Mittelteils des Bogens nicht streift 

Bauweise

Grundsätzlich sind alle Button so aufgebaut, das mit einer Mutter die Einbautiefe des Buttons im Mittelteil bestimmt wird und damit wie weit der Stift des Buttons in das Bogenfenster ragt. Mit einer Schraube am Button selber wird dann die Federstärke reguliert.
Auf Grund der Tatsache das der Button bei jedem Abschuss belastet wird, unterliegt er einem Verschleiß. So wird durch den Kontakt mit dem Pfeil beim Abschuss der Stift des Button abgerieben bzw. die Feder des Buttons verliert an Spannkraft. Daher muss der Button, im Regelfall nur der Stift des Buttons und /oder die Feder des Buttons, regelmäßig ersetzt werden. Wird der Button bzw. Teile davon ersetzt, muss ein erneutes Feintuning vorgenommen werden.
Der Button ist ein gefederter seitlicher Anlagepunkt. Dadurch verlässt der Pfeil den Bogen schwingungsärmer, da die Feder das „harte“ Verlassen der Pfeilauflage abdämpft.

Klicker

Der Klicker ist eine mechanische Vorrichtung am Bogenfenster, der durch ein "Klick"-Geräusch signalisiert, dass die optimale Auszugslänge der Sehne für den Ablass des Pfeils erreicht ist. Der Klicker wird in dem Moment ausgelöst, in dem die Pfeilspitze während des Auszugs die mechanische Vorrichtung passiert. Mit Hilfe des Klickers wird eine konstante Auszugslänge erreicht und der Pfeil wird immer mit der gleichen Energie geschossen, was die Treffgenauigkeit auf den langen Schussdistanzen erhöht. 

Bogenständer

Der Bogen sollte nicht unbedingt im nassen Gras oder im Schmutz abgelegt werden müssen. Beim olympischen Bogen sind so viele Zubehörteile verbaut, dass sich der Recurve gar nicht mehr vernünftig ablegen lässt. Für WA-Schützen oder für Training in der Halle oder auf dem Schießplatz eignet sich ein Bogenständer für die Ablage des Bogens.

Spannschnur

Es gibt mehrere Methoden, die Sehne auf den Bogen aufzuspannen, einige sind spektakulär und andere materialschonend. Hier ist die Methode mit der Bogenspannschnur beschrieben. Diese hat den Vorteil, dass ein Bogenschützen sie alleine ausführen kann. Zudem schont diese Methode die Wurfarme, da diese beim Bespannen sonst leicht verdreht werden können. Werden Wurfarme verdreht, wird der Pfeil nicht mehr gerade nach vorne beschleunigt. In schlimmen Fällen springt die Sehne bei jedem Abschuss von den Wurfarmen. Das Bespannen des Bogens muss geradlinig und sauber durchgeführt werden. Die Methode mit der Bogenspannschur ist die geeignetste.

Die Bogenschlinge oder -schlaufe

In der Abwandlung die Fingerschlinge, ist für jeden Bogenschützen ein Muss. Der Bogen wird mit der Bogenhand nicht fest am Haltegriff umklammert, vielmehr drückt der Bogenschütze das Griffstück des Bogens mit geöffneter und entspannter Hand in den Raum zwischen Daumen und Zeigefinger.
Weil der Bogen beim Abschuss nicht fest umklammert wird, springt er im Idealfall gerade nach vorne aus der Bogenhand heraus und der Bogen führt seine eigene Schwingung durch. Dadurch erreicht man schnell das ideale Schussbild. Unbeeinflusst von der Bogenhand des Bogenschützen lässt sich das Bogenschießen identisch gestalten.
Damit der Bogen beim Bogenschießen nicht auf den Boden fällt, wird der Bogen locker mit einer Bogenschlinge oder einer Fingerschlinge mit dem Bogenarm des Bogenschützen verbunden.
Die Bogenschlinge ist für alle Bogentypen empfohlen: Der Recurvebogen, der Blankbogen, der Langbogen und auch der Compoundbogen sollen mit einer Bogenschlinge geschossen werden.

Quelle: Wikipedia

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar.
John C. Williams: Lehrbuch des Bogensports. Weinmann, 2010, ISBN 978-3-87892050-2
Johann Krost: Bogenschiessen von 0 auf 1300. Selbstverlag, 2005, ISBN 978-3-00000024-9

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